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Aktuelle Meldungen
21.04.2026
Welttag der Brachvögel
Der 21. April ist der Welttag der Brachvögel (#WorldCurlewDay). Weltweit werden neun Arten unterschieden, von denen mehrere hochgradig bedroht sind. Für Dünnschnabel- und Eskimobrachvogel ist es vermutlich schon zu spät und sie sind wahrscheinlich sogar bereits ausgestorben. Das Aussterben des Dünnschnabelbrachvogels (englischsprachige Seite) als erste europäische Landvogelart in historischer Zeit hat für großes Aufsehen und Bestürzung gesorgt.
Der Welttag der Brachvögel (englischsprachige Seite) geht auf ein britisches Projekt zurück und wird seit 2017 gefeiert. Im Jahr 2016 ging Mary Colwell 500 Meilen quer durch Irland, Wales und England, um auf die Bedrohung des Großen Brachvogels aufmerksam zu machen.
Für uns ist der Tag Grund genug, auf die zwei in Nordrhein-Westfalen heimischen Brachvogelarten aufmerksam zu machen. Große Brachvögel (verwirrenderweise neuerdings oft nur Brachvögel genannt) sind heute als Brutvögel auf die Tieflandgebiete Westfalens und den Unteren Niederrhein begrenzt. Sie stehen auf der Roten Liste in NRW als stark gefährdet und Bestände und Verbreitung haben langfristig deutlich abgenommen. Um den Schutz dieser Art kümmert sich in NRW die AG Wiesenvögel, in der Biologische Stationen, die Landesbehörde LANUK und NWO sich gemeinsam um den Schutz der Vögel der Feuchtwiesen und Moore kümmern. Als Kulturfolger brüten Große Brachvögel übrigens auch teilweise auf Ackerflächen. Wasserstandsabsenkungen durch Melioration und Klimakrise, intensive Landwirtschaft (häufige Mahd, Düngung und Pestizide) gehören zu den wichtigsten Gefährdungsfaktoren für die Art.
Die zweite Brachvogelart in NRW ist der Regenbrachvogel. Regenbrachvögel rasten ab und zu in ähnlichen Lebensräumen wie Große Brachvogel, treten in NRW aber nur als vergleichsweise seltene Durchzügler auf. Jetzt – Ende April/Anfang Mai und dann wieder im August/September sind gute Zeiten, um die Vögel auch in unserem Bundesland einmal zu beobachten. Regenbrachvögel sind etwas kleiner als Große Brachvögel, die Kopffärbung ist auffälliger mit dunklen Scheitelseitenstreifen und einem hellen Scheitelstreif. Der Schnabel ist kürzer und weniger stark gebogen. Sie können daher mit jungen Großen Brachvögeln verwechselt werden. Die Flugrufe sind ziemlich charakteristisch und erinnern an Zwergtaucher. Wer sich auf ornitho.de am NocMig-Projekt beteiligt, hat Chancen, die Vögel als nächtliche Durchzügler auch an ungewöhnlichen Standorten festzustellen. Informationen zur nächtlichen Vogelzugerfassung finden sich beispielsweise bei unserem hessischen Partnerverband HGON.
Damit Brachvögel auch zukünftig in NRW leben können und hoffentlich auch verloren gegangenes Terrain wieder gutmachen können, sind weitere große Anstrengungen im Naturschutz notwendig.
31.03.2026
Beobachtungstipp – Rotmilan und Schwarzmilan in NRW
Rotmilane und Schwarzmilane kommen beide in unserem Bundesland als Brutvögel vor. Jetzt im Frühjahr sind sie außerdem auf dem Durchzug zu beobachten. Rotmilane überwintern auch regelmäßig bei uns, viele haben aber den Winter in Südeuropa verbracht und sind meist schon Ende Februar bis Mitte März wieder in ihren Brutgebieten angekommen. Schwarzmilane sind dagegen oft Transsaharazieher, die erst jetzt Ende März/Anfang April im Brutgebiet ankommen.
Beide Arten sind elegante langflügelige Greifvögel mit auffälligen gegabelten Schwänzen. Die Namen sind treffend, vor allem die unterschiedliche Schwanzfarbe ist bei entsprechenden Lichtbedingungen oft ein gutes Merkmal, um beide Arten zu unterscheiden. Der Schwanz ist bei Rotmilanen deutlich tiefer gegabelt als beim auch insgesamt dunkelbraun erscheinenden Schwarzmilan. Bei stark gespreiztem Schwanz wirkt der Schwanz beim Schwarzmilan nahezu gerade abgeschnitten. Verwechslungen mit anderen Greifvogelarten wie beispielsweise Rohrweihen oder Mäusebussarden sind dann durchaus möglich.
Rotmilane sind die bei uns deutlich häufigere Art. Sie sind vor allem im Hügelland verbreitet, haben in den letzten Jahrzehnten aber auch weite Teile des Tieflandes Nordwestdeutschlands besiedelt und es gibt in NRW nur noch wenige Verbreitungslücken. Im Gleitflug oder beim Kreisen in der Thermik sind sie nicht nur über Äckern und Wiesen zu beobachten, sondern fliegen auch über Siedlungen, so dass sie über Dörfern, Kleinstädten und Ortsrandlagen zu sehen sind. Schwarzmilane sind seltener. Sie leben oft in der Nähe von Gewässern und kommen beispielsweise recht verbreitet entlang des Rheins vor. Ihr Vorkommen ist aber keineswegs auf diesen Bereich begrenzt und auch Schwarzmilane haben ihre Verbreitung ausgedehnt und brüten auch in vielen anderen Teilen des Landes. Außerhalb Amerikas ist die Superspezies „Schwarzmilan“ (inklusive der in Afrika, Asien und Australien lebenden Taxa) übrigens der insgesamt häufigste Greifvogel. Rotmilane sind in ihrer Verbreitung dagegen weitestgehend auf Europa beschränkt. Ein ganz wesentlicher Anteil des Weltbestandes brütet in Deutschland. In Teilen von NRW werden Dichten erreicht, wie sie aus anderen Regionen kaum bekannt sind. Beide Arten sind dennoch vielfältigen Gefahren ausgesetzt, dazu gehört insbesondere die direkte Verfolgung durch Vergiftung oder Abschuss. Individuen beider Arten kollidieren außerdem mit Windkraftanlagen, so dass deren Ausbau vor allem bei unzulänglicher Planung eine weitere Bedrohung darstellt.
Im Brutgebiet balzen die Vögel mit Paarflügen, langem Kreisen über dem Nestbereich und lauten wiehernden (modulierten) Rufen, die aufgrund ihrer Funktion bei der Balz vielleicht besser als Gesänge bezeichnet werden sollten. Nester enthalten recht häufig Zivilisationsmüll und lassen sich dadurch oft von denen anderer Arten unterscheiden. Als Brutlebensraum finden sich beide Arten oft in Feldgehölzen sowie Waldrändern, oft in Hanglage. Sie ernähren sich u.a. von Kleinsäugern, Aas, aber gerade Schwarzmilane erbeuten z.B. auch Fisch.
Wer in den nächsten Wochen draußen unterwegs ist, wird sicherlich Milane beobachten können. Feststellungen können Sie auf www.ornitho.de melden. Bei hinreichendem Brutverdacht ist dabei auch die Vergabe eines Brutzeitcodes sinnvoll. Beachten Sie aber, dass die Vögel oft weite Strecken fliegen und lediglich überfliegende, jagende oder auf einem Acker sitzende Vögel keinen Brutzeitcode bekommen sollten. Ein Brutzeitcode sollte vergeben werden, wenn die Hinweise dafür sprechen, dass die Art auch in unmittelbarem Umfeld der Beobachtung (im selben oder ggf. in einem direkt angrenzenden Rasterfeld) brüten. Beobachtungen mit höheren Brutzeitcodes sind vor dem Hintergrund der Kartierungen für ADEBAR 2 besonders erwünscht. Allerdings sollten keine Störungen der Vögel erfolgen und selbstverständlich müssen geltende Rechtsnormen wie z.B. das vielerorts geltende Wegegebot eingehalten werden.
Informationen zu anderen Greifvogelarten wie dem Mäusebussard finden Sie hier. Zu Greifvögeln, die regelmäßig auch im oder vom Garten aus gesehen werden können, haben wir ebenfalls Informationen.
30.03.2026
Wettbewerb für das neue ADEBAR-Titelbild gestartet
Das eigene Bild für die kommenden Jahrzehnte in tausenden Bücherregalen in ganz Deutschland ausstellen und nebenbei noch 1.000 € gewinnen – klingt gut? Dann machen Sie jetzt beim Wettbewerb des Dachverbands Deutscher Avifaunisten mit.
Für den neuen Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR 2) wird ein Titelbild gesuct – egal ob gemalt, gezeichnet oder digital erstellt, wir sind gespannt auf Ihre kreativen Einsendungen. Egal welche Maltechnik, welche digitale oder andere kreative Technik Sie einsetzen, wichtig ist, dass Sie das Hauptmotiv eines sitzenden Rotmilans ornithologisch korrekt treffen. Damit der Atlas auch gut betitelt werden kann, sollte in Ihrem Bild etwa ein Drittel frei bleiben. Den Schriftzug selbst müssen Sie aber nicht mit ins Bild setzen.
Vom 17. März bis zum 31. Juli können Sie Ihr Bild per Mail an adebar.wettbewerb@dda-web.de einsenden. Dabei reicht ein Foto oder Scan des Bildes. In der Mail geben Sie Ihren Namen, Ihre Anschrift und Ihre Telefonnummer an. Dann wird Ihre Einsendung geprüft Sie bekommen eine Bestätigung per Mail.
Nach Ablauf des Bewerbungszeitraums trifft sich eine Jury aus Vogelmaler:innen, Grafiker:innen und Ornitholog:innen und wählt das Gewinnerbild aus. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird von uns kontaktiert und am 15. September bekannt gegeben. Das Preisgeld von 1000,00 €, das von einem anonymen Stifter gespendet wurde, wird nach der Bekanntgabe ausgezahlt.
Alle Informationen zu Teilnahmebedingungen oder Bildmaßen finden Sie auf unserer ADEBAR-Wettbewerbs-Webseite. Wir drücken die Daumen und freuen uns als NWO natürlich über viele Einsendungen aus Nordrhein-Westfalen ganz besonders.
20.03.2026
Weltspatzentag 2026
(© Hans Glader)
Heute ist Weltspatzentag. Auch in Nordrhein-Westfalen leben zwei Sperlingsarten. Der bekannte Haussperling, der oft einfach als Spatz bezeichnet wird, und der weniger bekannte Feldsperling.
Spatzen stehen wie kaum eine andere Vogelgruppe für die Artenvielfalt im Siedlungsbereich. Haussperlinge sind als Kommensalen des Menschen eigentlich aus unserer Umgebung nicht mehr wegzudenken. Wahrscheinlich breitete sich die Art in Europa in den vergangenen Jahrtausenden seit der neolithischen Revolution mit der Ausbreitung der Landwirtschaft aus. Der Ursprung ihrer Verbreitung hat demnach wahrscheinlich irgendwo im Bereich des fruchtbaren Halbmondes oder seiner Umgebung gelegen. Haussperlinge entwickelten im Laufe der Zeit erstaunliche Anpassungen. Sie brüten heute vielfach an menschlichen Behausungen und in Mitteleuropa findet man höchstens nur noch vereinzelt frei hängende Nester in Bäumen. Die Anpassungen an den Menschen gehen aber noch sehr viel weiter. Aktuelle Studien zeigen auch physiologische bzw. genetische Anpassungen an den Kommensalismus mit dem Menschen (Ravinet et al 2018, PRSLB). Die Ausbreitung der Art hat mittlerweile auch andere Kontinente erreicht. Dort treten Haussperlinge als invasive Art allerdings in Konkurrenz mit heimischen Arten. In Europa gehören Haussperlinge leider zu den Arten, deren Bestände langfristig extrem stark abgenommen haben. Insgesamt sind es Millionen Vögel weniger als noch vor einigen Jahrzehnten.
Die zweite Art, der Feldsperling, war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein - kurz hinter dem Haussperling - vielerorts die zweithäufigste Art des Siedlungsraumes. Mittlerweile sind Feldsperlinge aus vielen Städten und Dörfern in NRW verschwunden die landesweiten Bestände befinden sich leider im freien Fall. Neben dem langfristigen Bestandsrückgang soll es auch kurzfristige Bestandsabnahmen geben, die aktuell genauer untersucht werden (Aufruf des DDA). Feldsperlinge sind etwas kleiner als Haussperlinge. Die Geschlechter sind anders als beim Haussperling gleich gefärbt und die braune Kopfplatte mit dem schwarzen Wangenfleck ist kennzeichnend. Feldsperlinge leben gerne in den ebenfalls selten gewordenen Streuobstwiesen. Als Höhlenbrüter nisten sie zwar auch an Gebäuden und in menschlichen Strukturen, nehmen aber auch häufig natürliche Baumhöhlen und lassen sich sogar mit Nistkästen unterstützten.
19.03.2026
Vogelarten der Binnengewässer erfassen
Am nächsten Sonntag ist Weltwassertag. Ein guter Zeitpunkt, um jetzt auf unser Monitoring der Binnengewässer und Röhrichtbrütetr aufmerksam zu machen. Die Kartiersaison startet in Kürze. Wer Lust hat, mitzumachen, ist herzlich eingeladen, brütende Wasservögel zu kartieren. Es handelt sich um ein Trendmonitoring, aber die Daten stehen natürlich auch für ADEBAR 2 zur Verfügung.
Brutvögel der Binnengewässer sind aufgrund der punktuellen oder linearen Verteilung geeigneter Lebensraumelemente bei uns nicht flächendeckend verbreitet. Trends der Brutbestände sind daher vielfach nicht gut über Monitoringprogramme häufiger Brutvögel mit ihren zufälligen Untersuchungsgebieten zu bestimmen. Die Erfassung der Brutvögel der Binnengewässer soll deshalb über die möglichst vollständige (flächendeckende) Erfassung gezielt ausgewählter Zählgebiete erfolgen. Mögliche Flächen sind Binnengewässer aller Art oder deren Teilbereiche. Dazu zählen z.B. Teiche, Seen inklusive Abgrabungsgewässer, Kläranlagen, Rieselfelder oder Fließgewässer wie Bäche, größere Gräben, Flüsse bzw. deren Teilbereiche inklusive der Auengewässer. In NRW haben wir zudem zahlreiche Parkgewässer. Vielfach bieten sich Untersuchungsgebiete an, die auch bereits im Rahmen der Wasservogelzählung erfasst werden.
Mit dem Binnengewässermodul werden maximal 39 Vogelarten erfasst. Zielarten sind insbesondere typische Wasservogelarten wie Lappentaucher, Schwäne, Gänse, Enten, Rallen sowie typische Fließgewässerarten. Darüber hinaus umfasst das Artenset einige weitere Arten, die regelmäßig bei Erfassungen in Feuchtgebieten angetroffen werden. Optional existiert eine erweiterte Artenliste mit Röhrichtbrütern, die zusätzlich erfasst werden können, sofern der Lebensraum geeignet ist. Aufgrund der hohen Zahl an bearbeiteten Arten kommt diesem Monitoring-Modul eine hohe Bedeutung zur Erfassung bundesweiter Bestandstrends zu. Es gibt auch ein eigenes Modul für reine Schilfbestände – beim Modul für Röhrichtbrüter erfolgt die Erfassung der Vögel entlang eines Transektes und nicht flächig. In NRW existiert aber wahrscheinlich nur eine sehr begrenzte Zahl an geeigneten Röhrichtflächen.
Die Module sind in anspruchsvollen Gebieten vermutlich kein reines Einsteigerprogramm. Andererseits reicht es aus, die zu untersuchenden Arten sicher an Aussehen und Stimme zu erkennen. Bei großen Gewässern ist sicher ein Spektiv hilfreich, an Parkgewässern u.ä. reicht meist bereits ein Fernglas. Der Kartierungszeitraum reicht von April bis Juni und umfasst drei Begehungen. Zusätzliche Nachtbegehungen für Rallen und Schwirle in geeigneten Lebensräumen sind optional. An Mittelgebirgsbächen können dagegen sogar zwei Begehungen ausreichen, da hier meist nur wenige Arten erfasst werden (Eisvogel, Gebirgsstelze, Wasseramsel) – an artenärmeren Gewässern eignet sich das Modul also auch als idealer Einstieg in das Monitoring seltener Brutvögel. Das Modul ist zudem eine ideale Ergänzung zur Wasservogelzählung, da die Erfassungszeiträume nur wenig überlappen. Die Datenerfassung im Feld erfolgt bequem über eine spezielle Eingabemaske in der NaturaList-App oder daheim über ornitho.de. Eine ausführliche Einführung in das Modul und Links zum wichtigen Merkblatt, der Mitmachbörse (weitere Gebiete richten wir gerne ein!) und allen Anleitungen finden sich gebündelt hier.
Wer sich für die Teilnahme am Monitoring der Binnengewässerarten interessiert, ist herzlich zu einer Online-Fragerunde am 31.03. um 18 Uhr via Webex eingeladen (formlose Anmeldung via geschaeftsstelle@nw-ornithologen.de). Selbstverständlich können Sie sich mit allen Fragen zum Modul oder vielleicht sogar schon mit Gebietswünsche direkt an uns wenden. Wir bedanken uns für Ihr Engagement!
16.03.2026
Neue Saison steht vor der Tür: Koloniebrüter
Graureiher und Saatkrähen starten in die Brutsaison und mit ihnen die Erfassung dieser Brutvögel. Ihre Nester bauen mehrere Paare oft eng nebeneinander. Die Vögel brüten in Kolonien. Dies erleichtert einerseits die Erfassung, erfordert andererseits aber spezielle Methoden.
Während bei vielen Vogelarten oft Reviere erfasst werden, in der Regel in Form von singenden oder anderweitig balzenden Individuen, lassen sich bei großen Koloniebrütern wie Graureihern und Saatkrähen die Nester erfassen. Hier setzt das Monitoring seltener Brutvögel an. In NRW werden diese beiden Arten schon länger erfasst als es digitale Erfassungsmodule im Rahmen des Monitorings seltener Brutvögel (MsB) gibt. Aktuell befindet sich daher das Monitoring für diese beiden Arten in einer Übergangsphase von der überwiegend analogen Erfassung ins digitale Zeitalter mit der Erfassung über die Module in ornitho.de bzw. der NaturaList-App. Die Koordination der beiden Module liegt bei unseren Kolleg:innen in der Vogelschutzwarte, die Ihnen beim Umstieg auf die digitale Erfassung gerne behilftlich sind. Informationen zur Saatkrähe finden Sie hier, zum Graureiher hier.
Wer bei diesen oder anderen Modulen des MsB bereits dabei ist, hat Zugang zur Online-Datenbank dbird des DDA! In dbird können Sie alle Ihre Monitoringdaten einsehen und automatisch prüfen lassen (und ggf. korrigieren), damit die Daten in die nachfolgenden Auswertungen „sauber“ und durch Sie geprüft einfließen können. Darüber hinaus hält dbird einen Kartierkalender für Sie bereit, der Ihnen einen stets aktuellen Überblick über Ihre Monitoringaktivitäten gibt. Darüber hinaus gibt es eine Reihe digitaler Werkzeuge, um die eigenen Jahresergebnisse zu visualisieren und das eigene Resultat mit den Ergebnissen anderer Erfassungseinheiten zu vergleichen.
Über die nachfolgenden Links können Sie auf kurze Videotutorials zugreifen, die Ihnen die zentralen Funktionen von dbird vorstellen und demonstrieren:
1.) Startseite/Kartierkalender: Aktuelle Übersicht des Bearbeitungsstands der verschiedenen Module in denen man sich engagiert. Der aktuelle Zeitpunkt wird angezeigt, durchgeführte Erfassungen können eingesehen werden und man erhält Hinweise auf noch ausstehenden Erfassungen und die zugehörigen Zeitfenster. Der Kartierkalender ist die dbird-Startseite und soll die Planung der Kartiersaison unterstützen: https://youtu.be/vtq1l-jRE9o
2.) Datenprüfung: Modulspezifische Prüfschritte können angestoßen und die Prüfergebnisse eingesehen werden. Im Falle von methodischen Abweichungen, Fehlstellen oder vermeintlich fehlerhaften Angaben werden Hinweise zur Korrektur oder zum künftigen Vorgehen gegeben. Diese Funktion soll helfen, die Datenqualität weiter zu verbessern und ermöglicht es Ihnen, die eigenen Daten zu validieren, um sicherzugehen, dass diese fehlerfrei in Trendauswertungen einfließen können: https://youtu.be/3IzikG1ZWAQ
3.) Ergebnisdarstellung: Die Jahresergebnisse der eigenen Erfassungseinheiten können auf unterschiedliche Weisen visualisiert und das eigene Ergebnis mit den Ergebnissen anderer Erfassungseinheiten verglichen werden. Zeitreihen der eigenen Flächen können dargestellt und heruntergeladen werden. Diagramme und Karten setzen die eigenen Ergebnisse in den Kontext anderer Zählungen, im eigenen Bundesland und bundesweit: https://youtu.be/IU2zrxXSw-w
05.03.2026
Rastbestände von Gänsen in Nordrhein-Westfalen in den Wintern 2010/11 bis 2024/25
Neuer Artikel im Charadrius: NRW ist Gänseland. Die letzten Jahre zeigten dabei eine hohe Dynamik bei den Beständen bzw. deren Trends. Christine Kowallik und Kollge:innen aus unserer AG Gänse fassen die Entwicklungen wie folgt zusammen.
„Nordrhein-Westfalen (NRW) gehört zu den Bundesländern mit hohen Gänsebeständen, bis zur Jahrtausendwende vor allem von ziehenden Arten, aber gerade in den letzten Jahrzehnten auch mit zunehmenden Beständen von Kanadagans, Graugans und Nilgans, die hier brüten und meist über das ganze Jahr anwesend sind (bei Graugänsen sind zusätzlich ziehende Vögel involviert, aber vermutlich in der Minderheit). In diesem Artikel werden die Ergebnisse der landesweiten Gänsezählungen ab 2010/11 vorgestellt. Darüber hinaus werden die langfristigen Entwicklungen präsentiert, die sich seit dem Beginn der regelmäßigen Gänsezählungen, zuerst am Unteren Niederrhein, aber in den letzten Jahren auch vermehrt in anderen Landesteilen, ergeben haben. Trends der jährlichen Maximalbestände zeigen bei einigen Arten langfristig mehr oder weniger kontinuierliche, teils auch stufenweise Zunahmen (Kanada-, Grau-, Nil- und Rostgans). Andere Arten haben bis in die 2010er Jahre sichtlich zugenommen, ihre Maximalbestände blieben seither aber mehr oder weniger stabil (Weißwangen- und Blässgans). Die Anzahlen der Tundrasaatgänse haben als einzige langfristig abgenommen, vermutlich in Folge eine Verlagerung der Winterbestände in die Niederlande. Von November bis Februar sind in letzter Zeit oftmals mehr als 200.000 Gänse anwesend, mit Spitzenzählungen bis zu 334.000 Individuen (Dezember 2023). Die Blässgans stellt den größten Anteil (oft > 80 %) dieser Zahlen. Auffällig sind weiter die hohen Bestände von etablierten Neozoen wie Kanadagans, Nilgans und Rostgans, von denen NRW im gesamtdeutschen Kontext hohe Populationsanteile beheimatet, bei der Rostgans sogar über 50 %. Von den ziehenden Arten hat NRW hohe Anteile vom nationalen Bestand bei der Zwerggans (66 %) und der Blässgans (45 %). Im internationalen Vergleich hat NRW ebenfalls eine hohe Relevanz speziell für Blässgänse (18 % der Flyway-Population) und Zwerggänse (17 % der schwedischen Brutpopulation); letztere Art hat ihr einziges etabliertes deutsche Rastgebiet in Kreis Soest in NRW. Bestandszunahmen von ziehenden und hier ansässigen Gänsen, aber regional auch die Renaturierung von Feuchtwiesengebieten und die Flutung von Abgrabungsgewässern, haben zu einer Ausweitung der Verbreitung in NRW geführt, wenngleich die Bestände in solchen neuen Gebieten im Vergleich zu den Konzentrationen am Unteren Niederrhein oder der Weser noch relativ klein sind. Gegenüber einer aktuellen Verzögerung der Ankunft im Herbst steht eine Zunahme der Bestände im März, die beide darauf hinweisen, dass das Zuggeschehen einer gewissen Dynamik unterliegt. So wird vermutet, dass vor allem Blässgänse im Spätwinter vermehrt aus den Niederlanden herüberkommen, bevor sie den eigentlichen Heimzug starten. Viele solche Aspekte sind aber noch nicht umfassend geklärt und bedürfen weiterer Analysen.“
Der Charadrius mit diesem und weiteren Beiträgen ist für Mitglieder kostenlos, kann aber auch zum Preis von 18,00 € pro Heft + Porto bei der Geschäftsstelle bezogen werden. Auch Neumitglieder erhalten das Heft zusammen mit den beiden aktuellen Bänden „Vögel in Deutschland“ (solange der Vorrat reicht). NWO-Mitglied werden lohnt sich!
03.03.2026
Neue Saison steht vor der Tür: Mitmachen beim Monitoring häufiger Brutvögel
Meisen, Singdrosseln, Heckenbraunellen und viele andere singen bereits. Der Start in die Saison des Monitorings häufiger Brutvögel (MhB) steht unmittelbar bevor. Wir brauchen Ihre Unterstützung, um Bestandstrends und deren Ursachen besser zu verstehen.
Häufige Brutvögel sind entscheidend für das Ökosytem. Sie machen in der Regel die große Anzahl, aber auch nicht selten die entscheidende Vogel-Biomasse in unseren Lebensräumen aus. Viele von ihnen haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten zudem starke Bestandsveränderungen erfahren, einige positiv, andere ehemalige Ubiquisten stehen heute auf der Roten Liste. Das Überwachen der Bestandstrends dieser Vögel ist also von enormer Bedeutung. Bundesweit hat der DDA eine Liste von 99 Vogelarten identifiziert, deren Populationsveränderungen mit dem MhB überwacht werden sollen. Dazu brauchen wir Ihre Mithilfe.
Beim MhB wird die Brutvogelwelt auf 1 km2 großen Probeflächen im Rahmen einer Linienkartierung entlang öffentlicher Wege erfasst. Dazu wird die Fläche pro Jahr viermal in festgelegten Zeiträumen zwischen dem 10. März und 20. Juni erfasst. Die Flächen sind zufällig verteilt. Auch in Ihrer Nähe gibt es sicherlich freie Untersuchungsgebiete. Voraussetzung, um mitzumachen, ist vor allem die Fähigkeit, die heimischen Vögel sicher an Aussehen und Lautäußerungen zu erkennen und sich in die Methode einzuarbeiten. Dazu gehört insbesondere die Kenntnis der anzuwendenden Brutzeitcodes. Das MhB ist damit die „Königsdisziplin“ unter den Monitoringprogrammen. Gleichzeitig kann die Datenaufnahme und Übertragung bequem über die NaturaList-App (Android) erfolgen. Die Erstellung der Reviere kann zudem mittlerweile weitestgehend automatisiert durchgeführt werden. Die Details zum Programm sind hier zusammengefasst. Freie Untersuchungsgebiete können einfach über eine Mitmachbörse ausgewählt werden.
Bei Interesse oder weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung (geschaeftsstelle@nw-ornithologen.de). Wir freuen uns über Ihr Engagement!
ps Diejenigen, die schon dabei sind und noch auf Papierkarten benötigen, erhalten diese in Kürze.