Brutbestandsmonitoring Zippammer

Zippammer © Darius Stiels

Zippammern sind in Europa vor allem im Mittelmeerraum und dort vor allem in den Gebirgsregionen verbreitet. In Mitteleuropa brüten sie einerseits im Alpenraum, andererseits haben sie ihren Verbreitungsschwerpunkt in Deutschland u.a. in den klimatisch begünstigten engen Mittelgebirgsflusstälern von Rhein, Mosel und Ahr. Am Mittelrhein reicht das Verbreitungsgebiet bis nach NRW, wo lediglich einzelne Brutpaare leben. Die einige Jahre existierenden Vorkommen in Steinbrüchen im Sauerland sind aktuell vermutlich vollständig verwaist.

In NRW gilt die Zippammer daher als „R = extrem selten“, in Deutschland ist die Zippammer laut Roter Liste sogar als „vom Aussterben bedroht“. Umso wichtiger ist es, die Bestandsentwicklung im Rahmen des jährlichen Monitorings seltener Brutvögel zu überwachen. Zippammern brüten am Mittelrhein vor allem in Weinbergen mit Felsen und Gehölzen (Gebüsche oder Ränder zu thermophilen Wäldern). Die Erfassung erfolgt entlang von Transekten im Rahmen einer Linienkartierung mit Stopps zum Abspielen einer Klangattrappe.

Die Erfassung erfolgt im Rahmen einer einizigen (ggf. zweiten) Begehung Ende April bis Anfang Mai mit Fernglas und Klangattrappe. Sollte sich die Art wieder ausbreiten, müsste das Monitoring jedoch kurzfristig wieder ausgeweitet werden. Aufgrund der begrenzten Verbreitung in NRW besteht aktuell keine Notwendigkeit, weitere Routen einzurichten.

Wer sich dennoch für die Erfassung dieser spannenden Vogelart interessiert, kann sich bei uns melden. Ornis aus NRW sind natürlich auch eingeladen, in den Nachbarbundesländern für diese Art aktiv zu werden, allerdings haben wir in NRW auch für viele andere Erfassungsmodule auch noch Lücken. Ein Merkblatt zum Brutbestandsmonitoring Zippammer und die Anleitungen zur Dateneingabe via ornitho.de bzw. Naturalist-App geben weitere Informationen. gibt es hier.

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