Aktuelle Meldungen

09.12.2016

Neue weltweite Rote Liste erschienen

Rotmilane werden weltweit als "near threatened" eingestuft - NRW beherbergt einen nicht unerheblichen Anteil an der Weltpopulation (© Darius Stiels)

Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat die globale Rote Liste veröffentlicht. Für die Vogelwelt hat sich insbesondere der Status von Arten verschärft, die als beliebte Haustiere gehalten werden – darunter fallen afrikanische Graupapeigen ebenso wie zahlreiche Singvogelarten in Südostasien. Gute Nachrichten gibt es von einigen Inselendemiten, deren Situation sich dank aufwändiger Schutzbemühungen verbessert hat. Zahlreiche Änderungen in der weltweiten Liste beruhen aber auch auf einer neuen, teils umstrittenen, taxonomischen Einordnung. Viele weit verbreitete Arten wurden demnach in mehrere Arten unterteilt, die oft stark bedroht oder im Extremfall sogar schon ausgestorben sind. Birdlife International und der NABU geben jeweils Überblicke über die weltweite Situation.

Auch einige Vogelarten in Deutschland sind weltweit bedroht und hier lohnt durchaus auch der Blick auf NRW. Zu den als gefährdet („endangered“) eingestuften Arten in unserem Bundesland gehören Tafelente und Turteltaube, aber auch einige seltene Wintergäste wie Ohrentaucher, Eisente und Samtente, wobei für letztere die Gefährdungsstufe glücklicherweise herabgesetzt werden konnte. Auf der internationalen Vorwarnliste („near threatened“) finden sich Arten wie Sichelstrandläufer und Rotdrossel, vor allem aber viele Arten, die auch im Fokus des Artenschutzes bei uns vor Ort stehen. Hier sind es vor allem Arten der offenen Kulturlandschaft, also Vögel wie Rotmilan, Austernfischer, Kiebitz, Großer Brachvogel, Uferschnepfe und Wiesenpieper. Bemühungen zum Schutz der Wiesenvögel und der Feldvögel in NRW sind demnach auch unter globalen Artenschutzgesichtspunkten von Bedeutung.

08.12.2016

Erfolgreiche Nature-Alert-Kampage: EU-Naturschutzgesetze gerettet

Auch Sperbereulen stehen unter dem Schutz der EU-Vogelschutzrichtlinie (© Kathrin Schidelko)

Die Europäische Kommission hat am 7. Dezember beschlossen, dass die europäischen Naturschutzgesetze in Form der Vogelschutzrichtlinie und der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie erhalten bleiben und nicht umgeschrieben oder aufgeweicht werden sollen. Stattdessen sollen die Richtlinien in den EU-Ländern besser umgesetzt und Finanzierungsprobleme beseitigt werden. Umweltkommissar Karmenu Vella kündigte dazu einen Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen an. Dies ist ein Sieg für die Natur und die mehr als 500.000 Menschen aus ganz Europa, die sich an der europaweiten Nature-Alert-Kampagne beteiligt hatten. In den letzten zwei Jahren hatten sie immer wieder an Aktionen teilgenommen, um bei der EU-Kommission und den nationalen Umweltministern auf die Bedeutung der Naturschutzgesetze hinzuweisen.

Die Richtlinien sind enorm wichtig für den Schutz der Natur in Europa. Sie stellen sicher, dass mehr als 1.400 bedrohte Arten unter Schutz stehen und 1 Million Quadratkilometer natürlicher Lebensräume im Natura2000-Schutzgebietsnetzwerk geschützt werden.

04.12.2016

Das Graukopf-Purpurhuhn von der Broicher Mühle - Vogel des Monats Dezember

adventskolloquium
Das Graukopf-Purpurhuhn von der Broicher Mühle (© Karl Gluth, Scan vom Papierbild)

Es war am 17. August 1983, als der Angler K. Martin auf dem Broicher Weiher bei Würselen-Euchen nördlich von Aachen einen ungewöhnlichen Vogel entdeckte. Der Weiher ist ein rund 250m langes und 50m breites Angelgewässer mit damals einigen größeren Schilfinseln. Martin konnte den Vogel richtig als Purpurhuhn (Porphyrio porphyrio) bestimmen. Die große Ralle wurde fotografiert und sogar gefilmt. Sie war grauköpfig, trug keinen Ring, war voll flugfähig, scheu und kam nur am frühen Morgen und in der Abenddämmerung aus dem Schilf...

Die gesamte Geschichte des Graukopf-Purpurhuhns von der Broicher Mühle wird jetzt von Eckhard Mökker erzählt als "Vogel des Monats Dezember 2016" auf der Homepage der Avifaunistischen Kommission - mit Fotos von Karl Gluth.

29.11.2016

Neue Homepage online

Die neue Homepage der NWO ist online

Endlich ist es soweit: Der neue Online-Auftritt der NWO ist freigeschaltet. Das neue www.nw-ornithologen.de präsentiert sich nicht nur in neuem Design und übersichtlicher Struktur, es gibt auch viele neue Inhalte. So wie die Herausforderungen im Vogelschutz und in der wissenschaftlichen Ornithologie in den letzten Jahren stetig zugenommen haben, wachsen auch die Anforderungen an eine Homepage. Eine moderne Webseite soll nicht nur über unsere zahlreichen Aktivitäten berichten, sondern gleichzeitig Informationsquelle und interaktive Plattform sein. Der erste große Schritt dahin ist nun getan. Unsere Neuerungen betreffen vor allem unsere Monitoringprogramme und die vielfältigen Aktivitäten in Arbeits- und Regionalgruppen, bei denen sich jede(r) einbringen kann. Es gibt aber auch umfangreiche Verlinkungen zu unseren Partnern oder Antworten auf häufig gestellte Fragen. In unseren aktuellen Meldungen finden sich weiterhin alle wichtigen Neuigkeiten und mit unserem Terminkalender haben Sie einen Überblick über die nächsten Ereignisse - von der Mitgliederversammlung bis zum nächsten Zähltermin. Wer sich über unseren Verein informieren möchte, findet weiterhin alle Informationen über Gründung, Geschichte und Satzung. Das NWO-Online-Team wünscht Ihnen viel Spaß beim Stöbern!