Aktuelle Meldungen

04.06.2017

Weißstörche in NRW - Einladung zur Fachtagung am 24.06.2017

Weissstorch
Weißstörche auf Nahrungssuche
(© Darius Stiels)

Der Weißstorch steht als einer der wichtigsten Flaggschiffarten des Vogelschutzes zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit und der Medien. Er war bereits zweimal Vogel des Jahres. Die populäre Art stand um 1990 kurz vor dem Aussterben in Nordrhein-Westfalen. Seitdem etabliert sich eine neue Population verbunden mit einer deutlichen Arealerweiterung in NRW. Auf der Storchentagung präsentieren Expertinnen und Experten aktuelle Ergebnisse zur regionalen und landesweiten Bestandsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Weitere Themen sind Zugverhalten, Beringung, Schutzmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit. Die NWO organisiert die Tagung gemeinsam mit der Natur- und Umweltschutzakademie NRW (NUA) und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV).

Anmeldeschluss ist der 16. Juni 2017. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Organisatoren um eine frühzeitige Anmeldung. Der Tagungsbeitrag beträgt 25 €. Die Anmeldung erfolgt über die NUA - alle weiteren Informationen zum Programm sowie Anmeldebogen finden Sie übersichtlich in unserem Flyer.

Weitere Informationen zum Weißstorch in NRW gibt es bei unserer AG Weißstorch.

01.06.2017

Die Brandseeschwalben von NRW - Vogel des Monats Juni 2017

Brandseeschwalbe
Brandseeschwalbe
(© Andrew Easton, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sandwich_Tern_perched.jpg)

Es war am 27. Juli 1994, als Armin Deutsch gegen Abend in den Rieselfeldern in Münster unterwegs war. Plötzlich hörte er eine Seeschwalbe deutlich und durchdringend zweisilbig rufen, es klang wie „kirrr-eck“. Der Sound erinnerte etwas an Rebhuhn-Rufe. Zuerst war der Vogel nicht zu sehen, weil Brennnesseln davor waren. Kurze Zeit später gelang der Sichtkontakt ...

Die Geschichte der Brandseeschwalben von NRW wird jetzt von Eckhard Möller erzählt als "Vogel des Monats Juni 2017" auf der Homepage der Avifaunistischen Kommission - mit einem Foto von Eckhard Lietzow.

18.05.2017

Living-Land-Kampagne in Brüssel

NWO-Logo
Übergabe der Verbandslogos an EU-Agrarkommissar Phil Hogan.

Das Organisationsteam der Living-Land-Kampagne ist nach Brüssel gefahren und hat dort ein Banner mit den Logos von über 600 Unternehmen und Organisationen an EU-Agrarkommissar Phil Hogan überreicht. Auch die NWO hat diese Aktion im Rahmen unserer Aktivitäten zum Feldvogelschutz unterstützt. Gleichzeitig wurden 260.000 Stimmen von Bürgerinnen und Bürgern in einem symbolischen Akt übergeben. Auch viele NWO-Mitglieder haben sich an der Unterschriftenaktion beteiligt, wofür wir uns noch einmal ausdrücklich bei Ihnen bedanken möchten! Weitere Informationen zur Kritik an der gemeinsamen Agrarpolitik finden sich in einer kürzlich veröffentlichten Studie, die im Auftrag von Birdlife International und des European Environmental Bureau erstellt wurde. Die NWO hatte die Living-Land-Kampagne verschiedener Umweltverbände aktiv unterstützt.

17.05.2017

Sommergänsezählung am 08./09. Juli

NWO-Logo
Kanadagansfamilie in Duisburg
(© C. Kowallik)

Auch in diesem Jahr organisiert die AG Wasservögel der NWO wieder eine NRW-weite Gänzezählung im Sommer. Die Zählung findet am Wochenende 8./9. Juli 2017 statt (Zählperiode 7. bis 10. Juli). Es ist bereits die 7. Zählung dieser Art in NRW (und immer noch einzigartig in Deutschland!), und wir hoffen, dass die gute Beteiligung aus den Vorjahren sich dieses Jahr fortsetzen wird. Im letzten Jahr konnten noch wichtige Lücken in der Abdeckung geschlossen werden, u.a. in den Kreisen Unna und Hamm.

Eine separate Ankündigung mit den Unterlagen zur Zählung 2017 sowie ein Kurzbericht mit den Ergebnissen 2016 folgt noch einmal im Juni. Wer jetzt schon weiß, dass er/sie die bisherigen Gebiete diesmal nicht zählen kann und nicht selbst Ersatz findet, meldet sich bitte kurz bei Kees Koffijberg zurück, damit wir uns um Ersatz kümmern können (kees.koffijberg@t-online.de).

Allgemeine Informationen zur Sommergänsezählung sind auch hier zu finden.

15.05.2017

Einladung zur NWO-Exkursion am 02. Juli

Die diesjährige NWO-Exkursion führt am Sonntag, den 02. Juli 2017 um 10.00 Uhr ins Große Torfmoor, das größte verbliebene Moorgebiet in Nordrhein-Westfalen. Die Wanderung dauert etwa vier Stunden und wird von Ernst Günther Bulk geleitet. Verschiedene Aussichtstürme bieten einen guten Überblick über das Gebiet. Bei einer Rast an einer Schäferei kann die selbst mitgebrachte Verpflegung verzehrt und gegen Spende ein Kaltgetränk erworben werden.

Treffpunkt ist das Besucherzentrum Moorhus, Frotheimer Straße 57A, 32312 Lübbecke. Dort endet auch die Exkursion, und Kaffee und Kuchen erwarten uns.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung bis spätestens 23. Juni 2017 bei der NWO-Geschäftsstelle erforderlich: huisman-fiegen@nw-ornithologen.de oder Tel 02151-561227 (mit der Angabe, ob man zum Abschluss Kuchen essen möchte).

10.05.2017

Die Zwergadler von NRW - Vogel des Monats Mai 2017

NWO-Logo
Der Zwergadler von Aldenhoven
(© H. Schwarthoff)

Es war am 29. Mai 1977, als an einer Müllkippe bei Anröchte-Klieve (Kreis Soest) vier Greifvögel nach Nahrung suchten. Drei davon waren ganz klar Rotmilane; der vierte war recht dunkel, etwa bussardgroß, und er hatte einen relativ langen rötlichbraunen Schwanz. Auf der Oberseite der Flügel zeigte er eine diagonale Aufhellung, die inneren Handschwingen waren leicht transparent. Auf den Fotos sah man später deutlich sechs Handschwingen, wodurch die waagrecht gehaltenen Flügel gefingert aussahen. Es war der erste Zwergadler (Aquila pennata) für Nordrhein-Westfalen, den Henning Vierhaus dort entdeckt hatte ...

Die Geschichte der Zwergadler von NRW wird jetzt von Eckhard Möller erzählt als "Vogel des Monats Mai 2017" auf der Homepage der Avifaunistischen Kommission - mit Fotos von Heribert Schwarthoff und Hendrik Weindorf.

20.04.2017

Rückblick auf die Jahrestagung

Anfang März fand die diesjährige Mitgliederversammlung und Jahrestagung der NWO wie immer in Recklinghausen statt. Trotz guten Wetters konnte die Mitgliederversammlung einen Besucherrekord verzeichnen, und auch die Jahrestagung war außergewöhnlich gut besucht. Die NWO wird ihre Aktivitäten in zwei sehr wichtigen Bereichen deutlich ausbauen: Es wurden zwei neue Arbeitsgemeinschaften gegründet. Die erste beschäftigt sich mit dem Schutz und der Erforschung von an Gebäuden brütenden Vogelarten. Die „AG Gebäudebrüter“ füllt damit eine wichtige Lücke in unseren Arbeitsfeldern, gerade in einem auf großen Flächen dicht besiedelten Industrieland wie NRW. Die zweite neue Arbeitsgemeinschaft beschäftigt sich mit vom Menschen in unser Bundesland eingebrachten Vogelarten. Die AG Neozoen wird also ihr Augenmerk auf Nilgans, Halsbandsittich und viele andere Arten richten, dabei bestehende Aktivitäten intensivieren und neue Handlungsfelder bearbeiten. Der NWO-Preis wurde in diesem Jahr an Stefan R. Sudmann verliehen. Malte Bührs erhielt den Nachwuchspreis. Unsere Rubriken hatten wieder spannende Schwerpunkte, Peter Herkenrath berichtete aus der Vogelschutzwarte insbesondere über das Haselhuhn und wer Eckhard Möllers begeisterte und begeisternde Vorträge mit dem Bericht der Avikom noch nicht gehört hat, hat wirklich etwas verpasst! Das Vogelquiz von Axel Müller war aufregend, spannend, lehrreich und voller Mittelmeermöwen.

Im Nachmittagsprogramm warteten tolle Vorträge: Die neuen Roten Listen sind endlich auf der Zielgeraden und Stefan R. Sudmann konnte bereits Ergebnisse vorstellen. Waldschnepfen sind eine extrem heimliche Art – sind ihre Bestände deutlich unterschätzt? Dies berichtete Dr. Andreas Skibbe in seinem Vortrag. Prof. Oliver Krüger berichtete über eines der faszinierendsten Themen der Ornithologie: Der Koevolution von Kuckucken und ihren Wirten. Zum Abschluss entführte uns Michael Schmitz noch auf die Isles of Scilly – dem Helgoland Großbritanniens mit seinen vielen besonderen Vögeln.

21.03.2017

NWO unterstützt Kampagne Living Land

living-land
Das Logo der Living-Land-Kampagne

Liebe NWOler,

unbestritten ist die moderne, von der EU gewollte und geförderte Landwirtschaft eine der Hauptursachen für die Artengefährdung in unserer Kulturlandschaft. Aus umwelt- und artenschutzpolitischen Gründen muss sich die Agrarpolitik ändern, da sind wir uns sicher alle einig. Europäische Umweltverbände, in Deutschland federführend der NABU, haben im Rahmen der anstehenden Reform der GAP (Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union) eine Bürger-Kampagne Living Land gestartet, die von Seiten der NWO als Organisation unterstützt wird. Auch jeder einzelne Bürger - und jedes einzelne NWO-Mitglied - kann sich hier beteiligen. Ich würde mich freuen, wenn viele NWOler die Chance nutzen, den Druck auf eine Reform der Agrarpolitik, die der Natur zu gute kommen soll, durch persönliches Mitmachen zu verstärken.

Viele Grüße
Ihr Jo Weiss