Aktuelle Meldungen

10.03.2020

Podcast zum Thema Artenschutzprüfung

Podcast-Gebaeudebrueter
Buschtrommel-Podcast zu Artenschutzprüfungen

Franco Cassese von unserer AG Gebäudebrüter war erneut zu Gast bei der Buschtrommel - einem Podcast zu Natur- und Naturschutzthemen. Diesmal ging es um ein Thema, von dem zwar viele bereits gehört haben, das aber dennoch wohl nur wenigen Ornis näher bekannt ist. Die Artschutzprüfung, kurz ASP, ist ein äußerst wichtiges Instrument für den Schutz von Tieren in Deutschland. Franco Cassese erzählt im Interview nun leicht verständlich, welche Bedeutung dieses scharfe Schwert des Naturschutzes hat. Natürlich liegt der Schwerpunkt auf Gebäudebrütern wie Mauerseglern und Haussperlingen, aber die dahinterliegenden Rechtsgrundlagen spielen eine Rolle bei ganz vielen Eingriffen in die Natur. Wer also immer mal wissen wollte, was sich hinter Artenschutzprüfung, lokalen Populationen und anderen Fachbegriffen verbirgt, ist bei diesem Podcastgenau richtig.

Über Franco Casseses Engagement für den Schutz von Mauerseglerbrutplätzen bei Gebäudesanierungen berichtet übrigens auch ein kurzer Film, der in Kooperation mit dem NABU Dortmund entstand.

 

 

09.03.2020

Rückblick auf die Jahrestagung 2020

MV2020
TeilnehmerInnen bei der Jahrestagung 2020
(© Darius Stiels)

Die Teilnehmerzahl fiel dieses Jahr wohl wegen der Sorge um das Coronavirus deutlich geringer aus, trotzdem fand gestern die diesjährige Mitgliederversammlung und Jahrestagung der NWO in Recklinghausen statt. Im Vormittagsprogramm wurde die Mitgliederversammlung zügig abgehalten. Karl-Heinz Kühnapfel wurde für seine Verdienste um Vogelkunde und Naturschutz mit dem diesjährigen NWO-Preis ausgezeichnet, für seine Bachelorarbeit zu Schutzmaßnahmen für den Kiebitz erhielt Marvin Fehn den Förderpreis der NWO. Das Vortragsprogramm startete mit Christian Härting und Jonas Brüggeshemke, die den neu besetzten Landesfachausschuss Ornithologie des NABU NRW vorstellten. Dr. Goetz Rheinwald regte die Anlage eines Daten-Archivs an, in dem die in zahlreichen privaten Tagebüchern oder Tabellen gesammelten Beobachtungsdaten vergangener Jahrzehnte aufbewahrt werden sollten. Das Vogelquiz, das in diesem Jahr wieder von Michael Schmitz organisiert wurde, konnte Darius Stiels für sich entscheiden, im Stechen um Platz zwei setzte sich Margret Bunzel-Drüke vor Moritz Meinken durch.

Das Nachmittagsprogramm startete mit einem Vortrag von Peter Herkenrath über den aktuellen Vogelschutzbericht und Franco Cassese berichtete über erfolgreiche Maßnahmen für Gebäudebrüter im Zuge von Gebäudesanierungen. Einen spannenden Ausblick auf die Zukunft des Monitorings häufiger und seltener Brutvögel gab Sven Trautmann vom DDA, der die baldige Möglichkeit digitaler Datenaufnahme und Auswertung in diesen Programmen in Aussicht stellte. Um Vertragsnaturschutz ging es beim Vortrag von Patrick Hundorf, der aus der Hellwegbörde berichtete. Zum Abschluss des Vortragsprogramms entführten Karin Bohrer und Lothar Meckling die ZuhörerInnen ins brasilianische Pantanal und zu den imposanten Iguacu-Wasserfällen.

Weitere Fotos der Tagung gibt es auf unserer Facebookseite

 

 

23.02.2020

Vogelschutztagung 2020

Drohne
Drohnen und Vogelschutz: Probleme, Herausforderungen und Möglichkeiten werden bei der Tagung Thema sein
(© F. Dacheneder)

Die Vogelschutzwarte NRW führt gemeinsam mit der Natur- und Umweltschutz- Akademie (NUA) und der NWO am Samstag, den 07.11.2020 in der Biologischen Station Rieselfelder Münster die diesjährige Vogelschutztagung durch. Auf der Tagung werden aktuelle Themen aus dem Vogelschutz diskutiert und praktische Lösungsansätze erarbeitet. Die Veranstaltung richtet sich an ehren- und hauptamtlich im Vogelschutz Aktive. Als Schwerpunkt werden die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Drohnen im Vogelschutz und ggf. weitere aktuelle Themen vorgestellt und diskutiert. Wie können Drohnen im Vogelschutz und beim Vogelmonitoring helfen? Welche Probleme entstehen für den Vogelschutz durch den Einsatz von Drohnen als Freizeitbeschäftigung? Wie ist der Einsatz von Drohnen naturschutzrechtlich zu bewerten? Neben Fachvorträgen wird es selbstverständlich genügend Zeit für Austausch und Diskussion geben.

Um teilzunehmen, ist eine Anmeldung bei der NUA erforderlich. Alle Informationen dazu im NUA-Veranstaltungsprogramm

Bei Rückfragen hilft Peter Herkenrath von der Vogelschutzwarte im LANUV: peter.herkenrath@lanuv.nrw.de
Tel. 02361 / 305 3412

 

 

22.02.2020

Bemerkenswerte Vögel am Niederrhein 2019

Von Singschwan bis Grauammer: Der aktuelle Jahresbericht 2019 für den Niederrhein ist gerade erschienen. Daniel Hubatsch und sein Team haben Tausende Meldungen auf ornitho.de und anderen Portalen durchforstet und die interessantesten Beobachtungen des vergangenen Jahres in einem 17 Seiten starken Bericht ausgezeichnet aufbereitet und zusammengefasst. Dank geht auch an die vielen Fotografen, die zahlreiche herausragende Fotos beisteuerten.

Der Bericht beinhaltet nicht nur viele seltene Ausnahmeerscheinungen, sondern auch Diagramme, Grafiken und Analysen über das Auftreten von Durchzüglern und Gastvögeln. Dazu kommen undgewöhnliche Brutnachweise wie die erste Schellentenbrut im Rheinland. Die Region zwischen Elten und Wanlo präsentiert sich mit diesem Bericht mal wieder als einer der ornithologischen Hotspots in NRW und lädt dazu ein, selbst Fernglas und Spektiv zu schwingen und die vielen interessanten Beobachtungsgebiete dort zu erkunden.

Wir wünschen viel Spaß beim Schmökern und Lesen.

20.02.2020

NWO weitet Präsenz in den sozialen Medien aus

Blaukehlchen
Die NWO ist nun auch bei Instagram und Twitter aktiv (© Hans Glader)

Die NWO ist nun noch aktiver im Netz unterwegs. Nachdem wir bereits seit einigen Jahren Facebook nutzen, twittert die NWO nun auch. Via @nworni ist es jetzt noch einfacher, neuesten Entwicklungen in Ornithologie und Vogelschutz zu folgen und natürlich auch mit uns in Kontakt zu treten. Das NWO-Gezwitscher wird von Kathrin Schidelko betreut.

In Zusammenarbeit mit dem Landesfachausschuss Ornithologie und Vogelschutz des NABU NRW sind wir nun außerdem auch auf Instagram präsent. Unter vogelschutz_nrw gibt es spannende Beiträge zum Thema Vogelschutz in NRW. Wir danken Jonas Brüggeshemke, Christian Härting & Fabian Karwinkel und dem NABU NRW für ihre tolle Initiative und das große Engagement, um auch jüngere Menschen zu erreichen. Das NWO-Online-Team freut sich über viele Besuche, neue Follower, Kommentare, Likes, geteilte Inhalte und Retweets ;-)

 

 

07.02.2020

NWO-Fortbildung: Bestimmung und Kartierung von Greifvögeln

Wanderfalke
Vergleichsweise leicht zu erkennen: Wanderfalke (© Hans Glader)

Die NWO weitet ihr Fortbildungsangebot aus: Greifvögel sind eine faszinierende und für die Naturschutzpraxis hoch relevante Vogelgruppe. Leider ist ihre Bestimmung nicht immer einfach und ihre Erfassung wird durch ihre versteckte Lebensweise im Brutrevier erschwert. Mit einem neuen Seminarangebot möchte die NWO ihren Mitgliedern und weiteren Interessierte helfen, diese Schwierigkeiten zu überwinden und sich mehr mit ihnen zu beschäftigen.

Das Seminar findet am 29. März 2020 von 10:00 bis 17:00 in der Biologischen Station der ABU Soest (Bad Sassendorf-Lohne, Teichstraße 19) statt. Am Vormittag werden in einem Vortrag Bestimmung und Lebensweise der Arten erläutert, am Nachmittag werden die Kenntnisse auf einer Exkursion in das VSG Hellwegbörde vertieft. Geleitet wird das Seminar von Jens Brune, Leiter der AG Greifvögel und von Christian Härting und Ralf Joest von der ABU. Die Teilnahmegebühr beträgt 30,- € (incl. Imbiss und Pausengetränke) und ist vor der Veranstaltung fällig. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wir bitten um Ihre verbindliche Anmeldung mit Angabe von Name, Vorname, Wohnort und Mailadresse oder Tel.-Nr. bis zum 21. März 2020 an die NWO-Geschäftsstelle unter: huisman-fiegen@nw-ornithologen.de.

Ralf Joest

Aktuelle Ergänzung vom 09.02.2020: Die Veranstaltung ist ausgebucht und auch eine Warteliste gibt es bereits. Vielen Dank für das rege Interesse!

 

 

06.02.2020

NWO-Exkursion 2020: Kiebitzerfassung im Kreis Borken

Kiebitz
Im Kreis Borken soll der Kiebitzbestand erfasst werden (© Wolfgang Charles)

Unsere traditionelle NWO-Exkusion wird dieses Jahr etwas anders gestaltet, als es bisher der Fall war. Kiebitze waren bis vor wenigen Jahren in NRW vielerorts noch häufige Brutvögel, nun stehen sie zusammen mit einigen anderen Arten stellvertretend für die Biodiversitätskrise in der Agrarlandschaft. Daher ist es besonders wichtig, sehr genau die Bestände und deren Entwicklung zu verfolgen. Keine ganz leichte Aufgabe und ausgerechnet in einer für die Art wichtigen Region in NRW haben wir noch Erfassungslücken. Um die Bestände im Kreis Borken zu erfassen, wird es nun eine gemeinsame Aktion von Biologischer Station Zwillbrock, Naturschutzstation Münsterland und NWO geben. Wir hoffen nach einem langen Tag einen guten Überblick über die Kiebitzvorkommen dort zu haben und am Abend gemütlich die Aktion gemeinsam zu feiern. Kristian Lilje von der NABU-Naturschutzstation Münsterland stellt das Projekt vor und setzt auf die Mithilfe der NWO-Mitglieder:

Die Biologische Station Zwillbrock e.V. führt in Zusammenarbeit mit der NWO und der NABU-Naturschutzstation Münsterland sowie dem LFA Ornithologie und Vogelschutz des NABU NRW eine synchrone Kiebitzerfassung am Samstag den 28.03.2020 im Kreis Borken durch. Ziel ist die Ermittlung der kreisweiten Bestandsgröße des Kiebitzes. Hierzu möchten wir Sie/Euch herzlich einladen und bitten um Ihre/Eure Mitarbeit!
Diese Erstbesiedlungserfassung des Kiebitzes im gesamten Kreisgebiet findet mittels der Android Smartphone-App NestFinder der NABU-Naturschutzstation Münsterland statt. Die App bietet neben der flächenscharfen Erfassung, Koordinierungsmöglichkeiten mit Zuweisung von Minutenfeldern an teilnehmende Personen sowie eine Synchronisierung während der Erfassung und zeitnahe Darstellung der Ergebnisse. Nach der Anmeldung bei der Biologischen Station Zwillbrock und Registrierung für die App wird jedem Kartierteam ein Kartiergebiet bestehend aus 15-20 Minutenfeldern mit einem Erfassungsaufwand von 6 Stunden zugewiesen. Nach der Anmeldung versenden wird Anfang März eine Anleitung für die Nutzung der App NestFinder an alle registrierten Nutzer. Registrierte Kartierteams können mit der Erfassung am Samstag, den 28.03.2020 direkt an ihren zugewiesenen Minutenfeldern beginnen, eine festgelegte Startzeit oder einen gemeinschaftlichen Treffpunkt gibt es nicht. Jedoch sollte die Erfassung um spätestens 17 Uhr beendet sein, wir bitten entsprechend früh zu beginnen. Am Erfassungstag werden alle potentiell geeigneten Kiebitzflächen aufgesucht und auf Kiebitzvorkommen überprüft. Wichtig ist die Kontrolle aller Flächen des zugewiesenen Kartiergebietes durch flächenscharfe Zählung der Individuen, nach Möglichkeit auf Geschlecht bestimmt, pro Bewirtschaftungseinheit.

Nach der Erfassung möchten wir uns ab 17 Uhr bei einem geselligen Abschluss der Aktion mit Moorschnuckenwurst, Salat und Erfrischungen in der Biologischen Station (Zwillbrock 10, 48691Vreden) bei Ihnen/Euch für die Unterstützung bedanken.
Für die Teilnahme ist eine Rückmeldung per Email an kiebitz@bszwillbrock.de bis zum 29.02.2020 notwendig. Notwendige Informationen zur Anmeldung:
- Umfang des Kartierteams (Einzelperson oder mehrere Personen? Sind ggf. weitere Personen für Bildung eines Kartierteam gesucht? Ist das Kartierteam mobil?)
- Anreiserichtung/Startpunkt (Für die Zuweisung der Minutenfelder: Von wo starte ich bzw. wo starte ich im Kreis Borken)
- Mobilnummer (Für Absprachen)
- E-Mailadresse, die für die Registrierung bei NestFinder genutzt wurde (Für die Zuweisung der Minutenfelder notwendig)
- Voraussichtliche Teilnahme am Grillabend an der Biologischen Station Zwillbrock
Weiterhin ist eine Registrierung der teilnehmenden Kartierteams für die App Nestfinder notwendig.

Wir bitten um Ihre/Eure Mitarbeit und eine Rückmeldung bis zum 29.02.2020.

 

 

06.02.2020

Einladung zur Jahrestagung 2020

Gimpel
Gimpel (© Hans Glader)

Am Sonntag, den 08.03.2020 findet wieder unsere Jahrstagung statt. Es wird ein buntes Programm geben. Es beginnt mit unserer Mitgliederversammlung und bereits am späten Vormittag beginnt das Vortragsprogramm mit Anregungen zu einem Datenarchiv und unseren Klassikern. Die Berichte der Avifaunistischen Kommission sind reich und schön bebildert und beim traditionellen Vogelquiz dürfen die Köpfe wieder heiß laufen (Tipp: Fernglas mitnehmen). Nach der Mittagspause (Mittagessen gegen Spende) kommt ein großer Block mit Rubriken wie Neuigkeiten aus der Vogelschutzwarte, aber auch aus dem Landesfachausschuss Ornithologie des NABU und der AG Möwen wird berichtet. Neuigkeiten über ornitho.de dürften für alle Vogelbeobachter*innen von Interesse sein. Zum Abschluss geht es inhaltlich in die Feldflur zu Vertragsnaturschutzmaßnahmen, bevor ein Vortrag über eines der vogelreichsten Gebiete unserer Erde - das Pantanal - die Tagung abrundet. Veranstaltungsort ist traditionell die Natur- und Umweltschutzakademie (NUA) in Recklinghausen. Gäste sind herzlich Willkommen.

Das vollständige Programm kann hier heruntergeladen werden.